fbpx

SAP Fiori – ein Paradigmen- und Generationswechsel?

Soviel steht fest, als SAP Berater:in kommst du an diesem Thema einfach nicht mehr vorbei. Was steckt hinter Fiori, was sind deine Berührungspunkte und können wir wirklich von einem Paradigmenwechsel sprechen? All das erfahrt ihr in unserer Podcast-Folge. In diesem Beitrag hingegen geht es um ein „softes“ Thema, das im weitesten aus dem Leadership und Diversitäts-Bereich kommt. Wie kann sich die schöne neue Welt positiv auf das Arbeiten in der SAP-Beratungs-Branche auswirken. Inspiriert zu diesem Blitzlicht hat mich das Gespräch mit Remo, über den gesagt wird, er sei einer der Top Fiori-Entwickler:innen Deutschlands.

Im Detail kannst du hier die SAP Sommeliers Podcast-Episode mit Remo nachhören.

„Es gibt neue Arbeitnehmer am Markt, die jünger sind als wir. […] Es ist state of the art, dass man jetzt alles mit Apps macht und man hat vielmehr Möglichkeiten. Die SAP GUI hatte schon Sinn früher, hatte schon Vorteile und hat sie manchmal immer noch. Aber aus meiner Sicht ist Fiori schon auf der Überholspur.“

— Tech Lead Consultant und Fiori Entwickler Remo in Folge #29 der SAP Sommeliers

Wir sind mitten im digitalen Wandel

Wir alle gehen mit Apps im privaten Kontext um und spätestens die Gen Z hat vielleicht auch einfach wenig Berührungspunkte mit – und Verständnis für – die alte GUI Welt und allerhand erstaunliche Eigenentwicklungen. Muss denn ein GUI sichtbar sein, um SAP Luft zu schnuppern? Nein behauptet Remo, zwar sei Fiori noch auf Wachstumskurs, doch definitiv bereits eine echte Zeitersparnis und das bei einer hohen Performance, zumindest, wenn das Backend und die Daten auch nicht aus dem letzten Jahrtausend sind.

Wir sind insgesamt als Gesellschaft, und noch mehr in der IT Welt, im Wandel. Alles verändert sich. Zum Big Picture hat mich Remos Haltung gepackt, dass in der neuen SAP Fiori Welt die User:innen und damit der Mensch im Mittelpunkt steht. Wenig Schulung und mehr intuitive Nutzung. Soweit so gut. Doch bei jeder Veränderung weicht das Alte ja nicht einfach widerstandslos dem Neuen. Und hier meine ich weniger irgendwelche technischen Performance-Themen, sondern dass es in der SAP Branche vermutlich (mindestens) 2 Lager gibt. Einmal, die SAP Berater:innen und Entwickler:innen, die das Neuland feiern und die anderen, die ihrem R/3 und dem herrlich grau und vielleicht sogar komplexeren „Tabellenlook“ hinterhertrauern und vielleicht sogar versuchen daran festzuhalten.

User Experience – und wann sehen wir SAP?

Die Sichtbarkeit und auch Nutzbarkeit von SAP hat sich hin zu einem „einfachen“, vielleicht sogar demokratischen Anwendens hin entwickelt. Am ehesten vielleicht beim Ausfüllen von Urlaubsantragen übers HCM bemerkbar. Die SAP Anwender:innen können ohne 300 Tage Schulung 😉 instant ihren freien Tag einreichen, zumindest die, die wir gemeinhin als Digital Natives bezeichnen. Aber was macht der SAP Berater mit seinem über Jahren teils mühsam erworbenen Wissensschatz und riesigen Transkationen? Denn nicht nur war hier viel persönlicher Invest erforderlich, vielmehr steht dieses technologische Wissen im Grunde im Gegensatz zur intuitiven Bedienung der Fiori-Oberfläche.

Junior-Berater:in und Principle ergänzen sich perfekt

Vielleicht ist hier gerade die Mischung zwischen einem (sehr) erfahrenen SAP Berater und einem Junior der neuen Generation eine hilfreiche Mischung. Denn manchmal ist die intuitive Nutzung bei der alten Generation vielleicht nicht so präsent, wohingegen das tiefe Prozesswissen und letztendlich auch der empathische Umgang mit Menschen durchaus etwas mit Berufserfahrung zu tun haben kann. Auch bei Fiori und den schönen Oberflächen sollen am Ende die Mitarbeitenden des Unternehmens vollumfänglich SAP anwenden und keine Work-Arounds bilden. Und wenn wir uns überlegen, wie heterogen und divers das Team eines jeden (Anwender-)Unternehmens ist, dann kann ein Mehrgenerations-SAP-Beratungsduo vermutlich die unterschiedlichen Perspektiven besser einnehmen, denn am Ende müssen alle SAP Anwender:innen dort abgeholt werden, wo ihre Digital-Kompetenz sich bewegt. In diesem Fall würde dann nicht nur „der Junior“ im Projekt mitlaufen und hat Abendessen-Reservierungen zu tätigen und PMO-Stuff zu machen, vielmehr ist er ein Komplementär zu alten „GUI-bility“. Zumindest wenn man über den Schatten springen kann und runter vom hohen GUI-Ross steigt.

Auch der Fachkräftemangel mitsamt des demografischen Wandels hat ja in der SAP Consulting-Branche keinen Halt gemacht. Umso sinnvoller ist es m. E. diese verschiedenen Lebens- und Laufbahnphasen, Start und Ende des Berufslebens, gut miteinander in Einklang zu bringen. Eine Chance für die Consulting-Branche und echte Mehrwerte für die SAP Anwender:innen. Also, eine schöne neue Welt…

Auf die Inflation und steigende Energiekosten reagieren – so steigerst du dein SAP Gehalt

Habt ihr schon die Heizung an, lasst ihr das Auto häufiger stehen und kauft im Supermarkt gezielt Aktionsware? Das sind sicher alles hilfreiche Maßnahmen, um dein Budget zu schonen – aber was wirklich gegen eine vermutlich leider in Richtung zweistellig reichende Inflation und exorbitante Gas-Preise hilft, ist mehr zu verdienen.

In der Ankerkopf Karriereberatung und in unserem virtuellen Gehalts-Check-Up werden wir gerade von vielen SAP Berater:innen und SAP Entwickler:innen angesprochen, inwiefern es möglich ist, das aktuelle Gehalt an die Inflation und steigende Kosten anzupassen. Weil sich aktuell diese Nachfragen häufen, möchten wir dir mit diesem Beitrag etwas weiterhelfen – sprich uns gerne bei deinen persönlichen Fragen direkt an, oder buche einen unverbindlichen und kostenlosen Termin mit uns.

Wir haben 3 Best Practices als Übersicht für dich zusammengestellt

No. 1 Gehaltsverhandlung führen

Die naheliegendste Lösung ist manchmal die, die gedanklich am weitesten entfernt ist: gehe mit deinem aktuellen Arbeitgeber in Gehaltsverhandlungen. 💰 Sei dir darüber bewusst, dass dies vermutlich auch andere Kolleg:innen machen. Das kann Vor- und Nachteil sein. Der Vorteil daran ist, dass der Weg von anderen schon gebahnt wurde. Der Nachteil ist, dass irgendwann das Budget entsprechend ausgeht und schlichtweg eine stärkere Gehaltserhöhung ggf. nicht mehr die betriebliche Realität abbildet.

Überlege dir genau deine Argumentation, denn die Inflation als solche reicht m. E. nicht als Argument für mehr Gehalt aus. Führe deine Erfolge auf, das was du dem Unternehmen und dem Team an Mehrwerten gebracht hast – und das ist wichtig, auch im kommenden Jahr bringen wirst. Wenn sich dein Arbeitgeber partout nicht auf eine Gehaltsanpassung einlässt, dann versuche Tankgutscheine, Gutscheinkarten, Handys und Co., also das, was dich privat Geld kostet, heraus zu handeln. Vielleicht ist für dein Unternehmen auch ein einmaliger Bonus besser gestaltbar als eine dauerhafte Gehaltserhöhung.

„Wichtig ist, dein Gehaltsgespräch gut vorzubereiten und nicht auf die lange Bank zu schieben. Notiere dir deine Erfolge fürs Team und dein Unternehmen, aber blicke auch mit Commitment in die Zukunft, “

— SAP Laufbahnberaterin & Ankerkopf Gründerin Sarah

👉

No. 2 Nebenberuflich im SAP Umfeld gründen

Wenn du mit deinem Gehalt einfach nicht mehr klarkommst und auch Option 1 nicht den Impact gegeben hat, gibt es SAP Berater:innen und ABAP-Entwickler:innen aus unserem Netzwerk, die nebenberuflich gegründet haben.

Der Fachkräftemangel im SAP Umfeld bietet für Freiberufler:innen eine ideale Ausgangslage auch stundenweise oder an einem Tag in der Woche an eigenen Projekten zu arbeiten.

🎧 Höre hier doch einmal in unsere Podcast-Folge hinein oder schau auf den Blog-Beitrag „Selbstständig machen als SAP Berater:in“. Vielleicht erfährst du hilfreiche Tipps für dein Nebengewerbe.

💡 An dieser Stelle ist es wichtig, dass du genau in deinen Arbeitsvertrag reinschaust und prüfst, ob dir eine Nebenbeschäftigung in dem SAP Umfeld erlaubt ist. Da wir keine Steuer- und Rechtsberatung anbieten, wende dich am besten an eine:n Steuerberater:in und ggf. Anwalt/ Anwältin. Manche reduzieren auch ihre Stunden im Angestellten-Job, um mehr auf freiberuflicher Basis machen zu können. Das musst du abklären und für dich einmal durchrechnen, was sich mehr lohnt. Stundensätze changieren je nach Erfahrung und deinem Modul- resp. Prozesswissen zwischen 80 bis 150 Euro. Wenn du unsicher bist, tausche dich in deinem Netzwerk aus, frage gerne bei uns nach oder wende dich an eine SAP-Agentur, mit der du vielleicht vertrieblich kooperieren möchtest.

Mit Gold der Inflation trotzen? Vielleicht ist mehr Gehalt doch die bessere Lösung? 😉

No. 3 Deinen SAP Job wechseln

Aktuell stehen bei einem Jobwechsel in den nächsten Karriereschritt hinein zwischen 10 bis 20 % Gehaltssteigerung an. Das könnte in größeren Teilen dein Thema lösen.

💡 Bedenke jedoch, dass du diesen Schritt nicht allzu oft gehen kannst, vielleicht alle 2-3 Jahre im Beginner/ Mid-Level und im Manager:innen-Level m. E. um die 5 Jahre. Irgendwann ist dein Lebenslauf ansonsten halt ein Flickenteppich.

Wenn du jedoch stärkere fachliche oder technologische Wechsel vorhast, wirst du diese Gehaltssteigerung i. d. R. nicht realisieren können. Aber das nur am Rande.

👉 Wenn du deine persönliche Situation einmal reflektieren möchtest, dann schreib uns einfach an daniel@ankerkopf.de oder sarah@ankerkopf.de und wir hören dir zu, geben Insights und stellen dich auch gerne bei Unternehmen aus unserem Netzwerk vor. Oder schau direkt auf unser Ankerkopf Job-Board – dort machen wir auch für dich die Gehälter transparent 💸💸

Als SAP Berater:innen selbstständig machen – unsere Tipps für dich

Es sind goldene Zeiten für alle Menschen, die sich mit SAP auskennen und die Einstellungssituation ist exzellent: die Unternehmen und SAP Dienstleister suchen händeringend SAP Berater:innen und Entwickler:innen sowie Führungskräfte/ Manager:innen. Dass es sich um einen Arbeitnehmer:innen-Markt handelt, müssen wir euch an dieser Stelle nicht weiter erklären.

Und doch spielst du mit dem Gedanken dich selbstständig zu machen – dann haben wir hier ein paar Tipps für dich, die du detailliert in unserem SAP Sommeliers Podcast-Episode mit Michael Erdmann nachhören kannst.

„Einfach machen. Erfahrungen sammeln – aus Fehlern lernt man. Im Nachhinein würde ich sagen, ich hätte durchaus schon eher gründen können. Das Gründen war die beste Entscheidung meines Lebens.“

— EWM Experte Michael Erdmann bei den SAP Sommeliers

Der Sommernachtstraum und andere inspirierende Momente

Manchmal sind dies wache Momente nach einer inspirierenden Lektüre, manchmal kommen die Impulse „jetzt oder nie“-Gründen nach einem Gespräch. Gerne bieten wir dir auch ein Sparring im Rahmen unseres SAP Laufbahnberatungs-Programms #Karrierekompass an. Hier ist Sarah, deine Ansprechperson. Sarah ist selbst Gründerin und zugleich SAP Karriereberaterin und Systemischer Coach sowie Change Beraterin, daher ist sie dir ideale Sparringspartnerin für dich. Einfach PN an sarah@ankerkopf.de

Gründen ist für mich persönlich die spannendste Erfahrung neben dem Elternsein in meinem ganz Leben gewesen – und ist es noch. Jeder Tag ist eine Challenge und emotional ist die Selbstständigkeit mindestens ebenso fordernd wie organisatorisch. Es macht unendlich Freude und Spaß – und zugleich gibt es Phasen, da geht es von einem Tiefschlag zum nächsten über.

Das Vor-Gründen

Lass dich von Anfang an von einem:r Steuerberater:in beraten und schaue, welche Rechtsform für dich passt und welche Konsequenzen eine UG, GmbH oder auch ein einfache Gewerbe mit sich bringt. Was steckt dahinter, welche Konsequenzen stehen im Raum?

Sicherheitspuffer

Baue im Angestellten-Sein einen Sicherheitspuffer auf, damit der Druck am Anfang nicht allzu groß ist und du von Tag 1 ein Projekt haben musst.

An Projekte kommen

Gehe Kontakt für Kontakt deine Xing- und LinkedIn-Kontakte durch und überlege dir, wer gerade in welcher Rolle als Entscheider:in in deinem Wirkungskreis unterwegs ist.

Markenaufbau und Vertrieb

In der Regel fürchten viele Kaltakquise, Klinkenputzen und die harte Sales Mentalität und die SAP Berater:innen, die wir kennen sind meist fachlich getrieben und keine „Verkäufer:innen“. Aber auch hier hilft dir eine regelmäßige Aktivität auf deinen Business Netzwerken, Vertrieb auf deine Art zu machen. Die Auftragslage ist aktuell so gut, dass ihr vermutlich gar nicht in die Verlegenheit der typischen Kaltakquise kommen werdet – und ihr habt trotzdem eine nahezu 100 % Auslastung.

Netzwerk

Es ist das A und O – dein Netzwerk. Du lieferst einen guten Job ab, z. B. als Angestellter und du bleibst mit diesen Menschen in Verbindung, das steigert die Wahrscheinlichkeit ungemein, dass du dort einen Auftrag als Freiberufler:in bekommen wirst. Du kannst auch über Vermittler oder Broker gehen, die nehmen dir einen Teil dieser Arbeit ab und es schadet sicher nicht ein paar wenige SAP Projektvermittler auch im Zugriff zu haben.

Scheinselbstständigkeit

Ohne rechtliche Gewähr: Aber aus unserer Sicht scheint das Risiko in der Theorie höher zu sein in dieser Sparte als in der Praxis. Sei am besten nicht nur bei einem Projekt in Fulltime, habe mehrere Projekte gleichzeitig und operiere wie ein:e Freelancer:in – aber auch hier gilt frage deine:n Steuerberater.

Think big

Vielleicht kribbelt es sich und du willst nicht nur im Unternehmen arbeiten, sondern auch am Unternehmen. Du kannst zunächst alleine starten, aber dann bereits dein Unternehmen als Organisation denken. Dieser Weg ist von der Freiberuflichkeit durchaus denkbar und es liegt an dir, wie groß du dein Fundament anlegst.

Work-Life-Balance

Selbst und ständig – das ist nicht nur ein Klischee bei Selbstständigen, aber es liegt an dir dennoch Pausen zu machen und deine privaten Themen unterzubringen. Denn nicht nur Arbeit im Unternehmen und am Unternehmen, sondern auch an dir selbst ist Teil deiner Rolle. Du bist für dich selbst verantwortlich.

Stay focused

Ein gut geführter Kalender und eine klare Struktur des Tages ist für manche extrem wichtig. Du könntest deine Tag in X Stunden Wachzeit gliedern und dir Slots geben z. B. in der Pomodoro-Technik (einfach googlen) oder auch nach ganz anderen Prinzipien. Auch Digital Detox, Handy zur Seite etc. können zu mehr Produktivität führen.

Appendix – last not least

Wenn du selbstständig bist, bist du die ersten 3 Jahre erst einmal durch, was Bankkredite angeht. Unser heißer Tipp zum Schluss: Schließt einen Kredit ab solange ihr noch angestellt seid und eine gute Bonität habt. Häufig fallen Elternwerden und Hauskauf-Gedanken in die gleiche Phase wie das Gründen – und daher dieser letzte Tipp für dich 🙂

Women in Tech Konferenz 2022 – eine Nachlese

Ich bin wieder on the rails – mit einer super pünktlichen und einem gut gelaunten Schaffner, der mir mit seinem Dialekt direkt Vorfreude auf mein Reiseziel Köln bereitet hat. Hier trifft sich u. a. das Host Team von „Alice im Serverland“ live und in Farbe. Tatsächlich das erste Wiedersehen seit Corona. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn die Umgebung links und rechts an meinem Fenster in hoher Geschwindigkeit vorbei rauscht, habe ich das Gefühl, so richtig gut in den Schreib- und Lese-Flow zu kommen, als ob die Synapsen so richtig befeuert werden. Heute nutze ich den Hinweg für eine Nachlese zur Women in Tech Konferenz 2022, welcher am HPI in Potsdam stattgefunden hat und u. a. von dem Netzwerk #SheTransformsIT veranstaltet wurde. Meine Erwartung war an dieses Event mindestens einen klugen Gedanken mitzunehmen für das Ankerkopf Projekt #Frau_IT in Bezug auf den thematischen Schwerpunkt „Future of Work“- und soviel vorweg, es war mehr als einer 🙂

Das Programm fand an 2 Tagen statt, wobei Tag 1 im Fokus von Speaker:innen (ja, auch Männer, denn es geht nur gemeinsam 😉 und Podiumsdiskussion stand und an Tag 2 Workshops angeboten wurden. Weil mein Sohn noch ganz schön klein ist und ich am Abend vorher anreisen musste, habe ich mich für die Teilnahme an Tag 1 entschieden. Folgende Inhalte, die ich jetzt mit dir teile, beziehen sich also genau darauf.

Meine Gedankenlese

These I: 17 % Frauenanteil in der IT, in den Hörsälen (außer an diesem Tag) – viele MINT-Initiativen haben seit Jahren keine Erfolge erzielt

Meine Gedanken hierzu: Das stimmt ich wurde in der Schule überhaupt nicht abgeholt und fühlte mich zum Informatik-Club der Jungs nicht dazugehörig, weil ich Computer Games zocken schon immer seltsam fand. Eigentlich hätte ich beste Startbedingungen gehabt und doch war die IT für mich gar nicht denkbar als Arbeitsumgebung. Aber ich bin mir sicher, dass wir durch Vorbilder in der IT, die als CIOs, Teamleitungen und echten Schlüsselpositionen arbeiten auch eine Liebe zur IT auf den zweiten Blick herstellen können. Und gerade SAP bietet extrem gute Chancen vom Fachbereich stärker in die Inhouse oder externe Prozessberatung zu gehen. Und diese Gedanken haben mich dazu veranlasst bewusst auch im Besetzen von IT Schlüsselpositionen Frauen hierfür zu gewinnen.

These 2: Die Quote muss her

Meine Gedanken hierzu: War ich doch vor der Veranstaltung noch ambivalent in Bezug zur Frauen-Quote, bin ich nun auch Befürworterin im Sinne eines Übergangsziels. Denn nur, wenn wir Frauen überall antreffen von ganz oben bis zu den Azubinen, dann erst ist es möglich ein echtes Frauennetzwerk zu etablieren und ein neues frauenstärkendes System zu gestalten, dass es nachhaltig bleibt. Dann darf die Quote gerne wieder weg, weil sie obsolet geworden ist.

Netter Nebeneffekt: Unter Druck entstehen bekanntlich Diamanten – und die Unternehmen müssen dann wirklich auch im Bereich Recruiting dorthin schauen, wo es vielleicht auch weh tut, also nach innen und nicht nur nach außen eine Employer Branding Kamapagne veranstalten.

These 3 No She Boss. Frauen führen in Zirkeln

Anmerkung hierzu: Es ist für mich durchaus vorstellbar, dass Frauen anders und z. B. mehr in Zirkeln führen. Als Beispiele wurden Margeret Thatcher und Angela Merkel angeführt, die beide ganz unterschiedlich auch bei möglichen Fehlern aufgefangen wurden. Männer lassen dich fallen beim Scheitern und dein female Leadership Zirkel fängt dich auf und stellt sich schützend vor dich. Das Thema werde ich auf jeden Fall bei „Alice im Serverland“ mit Katrin besprechen. Sehr, sehr spannend, was Cathrin Stöver und Dr. Mei Lin Fung im Rahmen ihres Panels „Diversity in Data in Tech“ aufgetan haben.

These 4: Frauen in der IT sollten mehr Geld verdienen als ihre männlichen Kollegen

Meine absolute Lieblings-These des Tages, die dann auch von Deloitte Consulting Chef Nicolai Andersen kam, der immerhin rund 3000 Teammitglieder auf der Gehaltsliste hat. Die Begründung lautet, weil Frauen für mehr Diversität sorgen und diese zu mehr Produktivität und am Ende auch Gewinn führt. Und Frauen in der IT sind nun in der Minderheit und könnten daher selbstbewusst auftreten. Und ja, liebe Alices, ihr habt die besten Rahmenbedingungen und solltest diese unfassbar günstige Ausgangslage nutzen, um selbstbewusst eure Job Kriterien zu benennen, sodass ihr eure Laufbahn so gestalten könnt, dass ihr ihr sein könnt. Wollt ihr mehr Geld, seid laut und sichtbar, aber vielleicht habt ihr ganz andere Kriterien wie einen Tag Urlaub mehr oder eine 35h Woche bei gleichem Gehalt.

Ich stoppe jetzt an diesem Punkt meiner Gedankenlese und freue mich auf eure.

W wie Wiederkehrer bis X, Y, Z – der Abschluss vom #OWL_ABC

Alles hat ein Ende, so auch unser Ostwestfalen_ABC. Spaß hat es gemacht und Daniel konnte doch noch so einiges dazu lernen, was diese Region so einzigartig macht und welche sprachlichen und kulinarischen Raffinessen hier vorherrschen. Wir beenden diese Reihe mit abschließenden Gedanken zu dem Wiederkehrer-Phänomen und mit eurer tollen Wordcloud, was aus eurer Sicht Ostwestfälisch ist. Solltet ihr also einmal einem Hinzugezogenen oder wahlweise Alien erklären müssen, was genau es mit dieser Region OWL auf sich hat, dann haltet einfach diese Graphik vor 🙂 danke fürs Mitmachen und Lesen. P.S.: Das Menti-Board bleibt noch eine gewisse Zeit geöffnet, falls ihr noch dringend etwas ergänzen oder kommentieren möchtet.

W wie Wiederkehrer – oder aber der Boomerang-Effekt in Ostwestfalen

Der Boomerang-Effekt – Ostwestfalen besticht durch ganz viele Wiederkehrer:innen

In Ostwestfalen scheint es einen Boomerang-Effekt zu geben zu sein – denn kaum eine Region in Deutschland ist derart geprägt von Wiederkehrer:innen. Und dieses Wiederankommen in OWL bedeutet ja ein Zuwachs an Wissen, ein Gewinn an Erfahrungen, ein Transportieren des Anderen zu den Hiergebliebenen. Was dabei entsteht ist m. E. ein spannender Mix aus Neu und Alt, Moderne und Tradition und am Ende auch Urbanität und Landleben.

Und ich denke es gibt da mind. 2 Ausprägungen der Wiederkehrer:innen.

Typ A) Wochenend-Pendler:innen

Selbst wenn die Hörsäle in Hannover oder Hamburg noch prall gefüllt sind mit umtriebigen Studis aus dieser Region, dann lichten sich die Reihen in den Bibliotheken oder Unterkünften am Wochenende doch ganz dramatisch. Eingekauft wird am besten zuhause und die Waschmaschine steht auch noch bei Mutti, der Freundeskreis bleibt auch lokal bestehen und wird durch Uni-Erfahrung erweitert.

Typ B) Familien-Wiederkehrer:innen

Zunächst häufig anzutreffen in den Metropolen, werden auch dort erste Berufserfahrungen gesammelt und dann kommt es auf einmal zu den großen Sinn-Themen inklusive Familien-Plänen und Hauskauf-Ambitionen. Mit Kind und Kegel gibt es dann der Komplementär-Kontrast und es folgt der Resthof-Kauf in Hille oder Petershagen. I. d. R. wird dann ein Nicht-Ostwestfale als Hinzugezogener mitgebracht.

Wie viele #Ostwestfalen kennt ihr, die zu den Wiederkehrer:innen zählen? #Boomerang-Effekt #OWL_ABC

Doch was bedeutet dieses Wiederkehrer-Phänomen für die Wirtschaft hier?

Für Ostwestfalen als Region und am Ende auch für die Unternehmen hier vor Ort ist dieser oben beschrieben Mix recht anspruchsvoll. Denn die Wiederkehrer:innen und Hinzugezogenen haben durch ihre Vorerfahrungen andere Ansprüche – sie bringen viel ein, aber sie wollen auch etwas geboten bekommen. Ein großer Name zieht da m. E. weniger als eine gut kommunizierte und gelebte Unternehmenskultur, die sich mit der ostwestfälischen Diversität mit Leidenschaft und Verstand auseinandersetzt.

Vielen Dank für eure Lektüre und Unterstützung in Bezug auf das #Ostwestfalen-ABC. Und in dieser Hinsicht: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte 🙂

Fehlt euch noch ein Aspekt? Dann votet gerne weiter unter https://www.menti.com/qzm5du1ptt