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Women in Tech Konferenz 2022 – eine Nachlese

Ich bin wieder on the rails – mit einer super pünktlichen und einem gut gelaunten Schaffner, der mir mit seinem Dialekt direkt Vorfreude auf mein Reiseziel Köln bereitet hat. Hier trifft sich u. a. das Host Team von „Alice im Serverland“ live und in Farbe. Tatsächlich das erste Wiedersehen seit Corona. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn die Umgebung links und rechts an meinem Fenster in hoher Geschwindigkeit vorbei rauscht, habe ich das Gefühl, so richtig gut in den Schreib- und Lese-Flow zu kommen, als ob die Synapsen so richtig befeuert werden. Heute nutze ich den Hinweg für eine Nachlese zur Women in Tech Konferenz 2022, welcher am HPI in Potsdam stattgefunden hat und u. a. von dem Netzwerk #SheTransformsIT veranstaltet wurde. Meine Erwartung war an dieses Event mindestens einen klugen Gedanken mitzunehmen für das Ankerkopf Projekt #Frau_IT in Bezug auf den thematischen Schwerpunkt „Future of Work“- und soviel vorweg, es war mehr als einer 🙂

Das Programm fand an 2 Tagen statt, wobei Tag 1 im Fokus von Speaker:innen (ja, auch Männer, denn es geht nur gemeinsam 😉 und Podiumsdiskussion stand und an Tag 2 Workshops angeboten wurden. Weil mein Sohn noch ganz schön klein ist und ich am Abend vorher anreisen musste, habe ich mich für die Teilnahme an Tag 1 entschieden. Folgende Inhalte, die ich jetzt mit dir teile, beziehen sich also genau darauf.

Meine Gedankenlese

These I: 17 % Frauenanteil in der IT, in den Hörsälen (außer an diesem Tag) – viele MINT-Initiativen haben seit Jahren keine Erfolge erzielt

Meine Gedanken hierzu: Das stimmt ich wurde in der Schule überhaupt nicht abgeholt und fühlte mich zum Informatik-Club der Jungs nicht dazugehörig, weil ich Computer Games zocken schon immer seltsam fand. Eigentlich hätte ich beste Startbedingungen gehabt und doch war die IT für mich gar nicht denkbar als Arbeitsumgebung. Aber ich bin mir sicher, dass wir durch Vorbilder in der IT, die als CIOs, Teamleitungen und echten Schlüsselpositionen arbeiten auch eine Liebe zur IT auf den zweiten Blick herstellen können. Und gerade SAP bietet extrem gute Chancen vom Fachbereich stärker in die Inhouse oder externe Prozessberatung zu gehen. Und diese Gedanken haben mich dazu veranlasst bewusst auch im Besetzen von IT Schlüsselpositionen Frauen hierfür zu gewinnen.

These 2: Die Quote muss her

Meine Gedanken hierzu: War ich doch vor der Veranstaltung noch ambivalent in Bezug zur Frauen-Quote, bin ich nun auch Befürworterin im Sinne eines Übergangsziels. Denn nur, wenn wir Frauen überall antreffen von ganz oben bis zu den Azubinen, dann erst ist es möglich ein echtes Frauennetzwerk zu etablieren und ein neues frauenstärkendes System zu gestalten, dass es nachhaltig bleibt. Dann darf die Quote gerne wieder weg, weil sie obsolet geworden ist.

Netter Nebeneffekt: Unter Druck entstehen bekanntlich Diamanten – und die Unternehmen müssen dann wirklich auch im Bereich Recruiting dorthin schauen, wo es vielleicht auch weh tut, also nach innen und nicht nur nach außen eine Employer Branding Kamapagne veranstalten.

These 3 No She Boss. Frauen führen in Zirkeln

Anmerkung hierzu: Es ist für mich durchaus vorstellbar, dass Frauen anders und z. B. mehr in Zirkeln führen. Als Beispiele wurden Margeret Thatcher und Angela Merkel angeführt, die beide ganz unterschiedlich auch bei möglichen Fehlern aufgefangen wurden. Männer lassen dich fallen beim Scheitern und dein female Leadership Zirkel fängt dich auf und stellt sich schützend vor dich. Das Thema werde ich auf jeden Fall bei „Alice im Serverland“ mit Katrin besprechen. Sehr, sehr spannend, was Cathrin Stöver und Dr. Mei Lin Fung im Rahmen ihres Panels „Diversity in Data in Tech“ aufgetan haben.

These 4: Frauen in der IT sollten mehr Geld verdienen als ihre männlichen Kollegen

Meine absolute Lieblings-These des Tages, die dann auch von Deloitte Chef Nicolai Andersen kam, der immerhin rund 3000 Teammitglieder auf der Gehaltsliste hat. Die Begründung lautet, weil Frauen für mehr Diversität sorgen und diese zu mehr Produktivität und am Ende auch Gewinn führt. Und Frauen in der IT sind nun in der Minderheit und könnten daher selbstbewusst auftreten. Und ja, liebe Alices, ihr habt die besten Rahmenbedingungen und solltest diese unfassbar günstige Ausgangslage nutzen, um selbstbewusst eure Job Kriterien zu benennen, sodass ihr eure Laufbahn so gestalten könnt, dass ihr ihr sein könnt. Wollt ihr mehr Geld, seid laut und sichtbar, aber vielleicht habt ihr ganz andere Kriterien wie einen Tag Urlaub mehr oder eine 35h Woche bei gleichem Gehalt.

Ich stoppe jetzt an diesem Punkt meiner Gedankenlese und freue mich auf eure.

Deep Dive SAP Model Company – Planungsprozesse als besondere Herausforderung

Leiter SCM Andreas Cewe mit Wünschen an die SAP – Zwischen Faszination und Wahnsinn

Dein Jahresgespräch – nutze deine Chance

W wie Wiederkehrer bis X, Y, Z – der Abschluss vom #OWL_ABC

Alles hat ein Ende, so auch unser Ostwestfalen_ABC. Spaß hat es gemacht und Daniel konnte doch noch so einiges dazu lernen, was diese Region so einzigartig macht und welche sprachlichen und kulinarischen Raffinessen hier vorherrschen. Wir beenden diese Reihe mit abschließenden Gedanken zu dem Wiederkehrer-Phänomen und mit eurer tollen Wordcloud, was aus eurer Sicht Ostwestfälisch ist. Solltet ihr also einmal einem Hinzugezogenen oder wahlweise Alien erklären müssen, was genau es mit dieser Region OWL auf sich hat, dann haltet einfach diese Graphik vor 🙂 danke fürs Mitmachen und Lesen. P.S.: Das Menti-Board bleibt noch eine gewisse Zeit geöffnet, falls ihr noch dringend etwas ergänzen oder kommentieren möchtet.

W wie Wiederkehrer – oder aber der Boomerang-Effekt in Ostwestfalen

Der Boomerang-Effekt – Ostwestfalen besticht durch ganz viele Wiederkehrer:innen

In Ostwestfalen scheint es einen Boomerang-Effekt zu geben zu sein – denn kaum eine Region in Deutschland ist derart geprägt von Wiederkehrer:innen. Und dieses Wiederankommen in OWL bedeutet ja ein Zuwachs an Wissen, ein Gewinn an Erfahrungen, ein Transportieren des Anderen zu den Hiergebliebenen. Was dabei entsteht ist m. E. ein spannender Mix aus Neu und Alt, Moderne und Tradition und am Ende auch Urbanität und Landleben.

Und ich denke es gibt da mind. 2 Ausprägungen der Wiederkehrer:innen.

Typ A) Wochenend-Pendler:innen

Selbst wenn die Hörsäle in Hannover oder Hamburg noch prall gefüllt sind mit umtriebigen Studis aus dieser Region, dann lichten sich die Reihen in den Bibliotheken oder Unterkünften am Wochenende doch ganz dramatisch. Eingekauft wird am besten zuhause und die Waschmaschine steht auch noch bei Mutti, der Freundeskreis bleibt auch lokal bestehen und wird durch Uni-Erfahrung erweitert.

Typ B) Familien-Wiederkehrer:innen

Zunächst häufig anzutreffen in den Metropolen, werden auch dort erste Berufserfahrungen gesammelt und dann kommt es auf einmal zu den großen Sinn-Themen inklusive Familien-Plänen und Hauskauf-Ambitionen. Mit Kind und Kegel gibt es dann der Komplementär-Kontrast und es folgt der Resthof-Kauf in Hille oder Petershagen. I. d. R. wird dann ein Nicht-Ostwestfale als Hinzugezogener mitgebracht.

Wie viele #Ostwestfalen kennt ihr, die zu den Wiederkehrer:innen zählen? #Boomerang-Effekt #OWL_ABC

Doch was bedeutet dieses Wiederkehrer-Phänomen für die Wirtschaft hier?

Für Ostwestfalen als Region und am Ende auch für die Unternehmen hier vor Ort ist dieser oben beschrieben Mix recht anspruchsvoll. Denn die Wiederkehrer:innen und Hinzugezogenen haben durch ihre Vorerfahrungen andere Ansprüche – sie bringen viel ein, aber sie wollen auch etwas geboten bekommen. Ein großer Name zieht da m. E. weniger als eine gut kommunizierte und gelebte Unternehmenskultur, die sich mit der ostwestfälischen Diversität mit Leidenschaft und Verstand auseinandersetzt.

Vielen Dank für eure Lektüre und Unterstützung in Bezug auf das #Ostwestfalen-ABC. Und in dieser Hinsicht: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte 🙂

Fehlt euch noch ein Aspekt? Dann votet gerne weiter unter https://www.menti.com/qzm5du1ptt