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SAP Fiori – ein Paradigmen- und Generationswechsel?

Soviel steht fest, als SAP Berater:in kommst du an diesem Thema einfach nicht mehr vorbei. Was steckt hinter Fiori, was sind deine Berührungspunkte und können wir wirklich von einem Paradigmenwechsel sprechen? All das erfahrt ihr in unserer Podcast-Folge. In diesem Beitrag hingegen geht es um ein „softes“ Thema, das im weitesten aus dem Leadership und Diversitäts-Bereich kommt. Wie kann sich die schöne neue Welt positiv auf das Arbeiten in der SAP-Beratungs-Branche auswirken. Inspiriert zu diesem Blitzlicht hat mich das Gespräch mit Remo, über den gesagt wird, er sei einer der Top Fiori-Entwickler:innen Deutschlands.

Im Detail kannst du hier die SAP Sommeliers Podcast-Episode mit Remo nachhören.

„Es gibt neue Arbeitnehmer am Markt, die jünger sind als wir. […] Es ist state of the art, dass man jetzt alles mit Apps macht und man hat vielmehr Möglichkeiten. Die SAP GUI hatte schon Sinn früher, hatte schon Vorteile und hat sie manchmal immer noch. Aber aus meiner Sicht ist Fiori schon auf der Überholspur.“

— Tech Lead Consultant und Fiori Entwickler Remo in Folge #29 der SAP Sommeliers

Wir sind mitten im digitalen Wandel

Wir alle gehen mit Apps im privaten Kontext um und spätestens die Gen Z hat vielleicht auch einfach wenig Berührungspunkte mit – und Verständnis für – die alte GUI Welt und allerhand erstaunliche Eigenentwicklungen. Muss denn ein GUI sichtbar sein, um SAP Luft zu schnuppern? Nein behauptet Remo, zwar sei Fiori noch auf Wachstumskurs, doch definitiv bereits eine echte Zeitersparnis und das bei einer hohen Performance, zumindest, wenn das Backend und die Daten auch nicht aus dem letzten Jahrtausend sind.

Wir sind insgesamt als Gesellschaft, und noch mehr in der IT Welt, im Wandel. Alles verändert sich. Zum Big Picture hat mich Remos Haltung gepackt, dass in der neuen SAP Fiori Welt die User:innen und damit der Mensch im Mittelpunkt steht. Wenig Schulung und mehr intuitive Nutzung. Soweit so gut. Doch bei jeder Veränderung weicht das Alte ja nicht einfach widerstandslos dem Neuen. Und hier meine ich weniger irgendwelche technischen Performance-Themen, sondern dass es in der SAP Branche vermutlich (mindestens) 2 Lager gibt. Einmal, die SAP Berater:innen und Entwickler:innen, die das Neuland feiern und die anderen, die ihrem R/3 und dem herrlich grau und vielleicht sogar komplexeren „Tabellenlook“ hinterhertrauern und vielleicht sogar versuchen daran festzuhalten.

User Experience – und wann sehen wir SAP?

Die Sichtbarkeit und auch Nutzbarkeit von SAP hat sich hin zu einem „einfachen“, vielleicht sogar demokratischen Anwendens hin entwickelt. Am ehesten vielleicht beim Ausfüllen von Urlaubsantragen übers HCM bemerkbar. Die SAP Anwender:innen können ohne 300 Tage Schulung 😉 instant ihren freien Tag einreichen, zumindest die, die wir gemeinhin als Digital Natives bezeichnen. Aber was macht der SAP Berater mit seinem über Jahren teils mühsam erworbenen Wissensschatz und riesigen Transkationen? Denn nicht nur war hier viel persönlicher Invest erforderlich, vielmehr steht dieses technologische Wissen im Grunde im Gegensatz zur intuitiven Bedienung der Fiori-Oberfläche.

Junior-Berater:in und Principle ergänzen sich perfekt

Vielleicht ist hier gerade die Mischung zwischen einem (sehr) erfahrenen SAP Berater und einem Junior der neuen Generation eine hilfreiche Mischung. Denn manchmal ist die intuitive Nutzung bei der alten Generation vielleicht nicht so präsent, wohingegen das tiefe Prozesswissen und letztendlich auch der empathische Umgang mit Menschen durchaus etwas mit Berufserfahrung zu tun haben kann. Auch bei Fiori und den schönen Oberflächen sollen am Ende die Mitarbeitenden des Unternehmens vollumfänglich SAP anwenden und keine Work-Arounds bilden. Und wenn wir uns überlegen, wie heterogen und divers das Team eines jeden (Anwender-)Unternehmens ist, dann kann ein Mehrgenerations-SAP-Beratungsduo vermutlich die unterschiedlichen Perspektiven besser einnehmen, denn am Ende müssen alle SAP Anwender:innen dort abgeholt werden, wo ihre Digital-Kompetenz sich bewegt. In diesem Fall würde dann nicht nur „der Junior“ im Projekt mitlaufen und hat Abendessen-Reservierungen zu tätigen und PMO-Stuff zu machen, vielmehr ist er ein Komplementär zu alten „GUI-bility“. Zumindest wenn man über den Schatten springen kann und runter vom hohen GUI-Ross steigt.

Auch der Fachkräftemangel mitsamt des demografischen Wandels hat ja in der SAP Consulting-Branche keinen Halt gemacht. Umso sinnvoller ist es m. E. diese verschiedenen Lebens- und Laufbahnphasen, Start und Ende des Berufslebens, gut miteinander in Einklang zu bringen. Eine Chance für die Consulting-Branche und echte Mehrwerte für die SAP Anwender:innen. Also, eine schöne neue Welt…

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