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Backsight 2020

Was für ein Jahr liegt hinter dem Ankerkopf Team – und wohl hinter uns allen! Wir möchten euch mit auf eine kurze Zeitreise nehmen und euch zusammenfassen, was bei uns im Jahr 2020 passiert ist.

Vom Arbeitszimmer ins Büro, vom Canvas zum Business

Unsere gemeinsame Elternzeit haben wir genutzt, um Ankerkopf als Business Model Canvas zu planen, eine Prototypen-Website aufzuziehen sowie einen ersten Wurf des Erscheinungsbildes zu gestalten. Diese Vorplanungsphase hat uns neben einer längeren Reise durch Thailand mit Rucksack und Kleinkind im Grunde wirklich das ganze Jahr begleitet und uns wahnsinnig geholfen. Hier entstand übrigens bereits die Idee für unseren Gründungspodcast, weil wir so richtig Lust hatten unser neu gewonnenes Wissen mit anderen Gründerinnen und Gründern aus OWL zu teilen. Wir haben dann auch das Glück gehabt ein Büro im nigelnagelneuen StartMiUp in Minden zu bekommen. Damals hieß es noch MIT – aber das ist ein anderes Thema 😉 Der Raumwechsel und tatsächlich ins Doing reinzukommen, hat uns noch einmal richtig Motivation gegeben – denn vorher lief alles aus unserem Arbeitszimmer heraus, das gleichzeitig auch Gäste- und Wäschetrockenraum war 🙂

Blick ins Office – oder wie wir es nennen: Kajüte

Corona ist nicht länger eine Biermarke

Am Tag nach unserer offiziellen Gründung als GmbH am Freitag, den 13.03.2020 – wir hatten noch einen der letzten Notartermine ergattert – erlebten wir dann eine andere Realität, die Corona genannt wurde: der Lockdown kam und hat uns wirklich hart getroffen! Nicht nur wegen der gesamten Wirtschaftssituation, die sich über die Personalbranche wie ein zäher Schleim legte, sondern auch, weil unser Einjähriger nach 4 Wochen Eingewöhnung bei der Tagesmutter wieder rausgerissen wurde. Wie alle von euch mit Kindern, schafft man/ frau diese Ausnahmesituation am Ende doch und wird erfinderisch. Unser Alltag sah so aus, dass Sarah morgens sehr früh in die Ankerkopf Kajüte mit Hund Emma marschiert ist und Daniel dann in der Mittagszeit mit Sohn Mischa im Kinderwagen die zweite Schicht übernommen hat. Die gemeinsame Pause diente uns als Meeting und Übergabe, während unser Sohn dann auf der Besuchercouch – im besten Fall – seinen Mittagsschlummer gehalten hat. Im Grunde haben wir durchgehend gemeinsam an Ankerkopf gearbeitet, nur eben zeitversetzt.

Dann kam der Sommer, Sommerpause und Ferien sind auch nicht unbedingt Hochzeiten fürs Recruiting. Die Menschen in den Unternehmen sind nicht da und auch die KandidatInnen haben nicht unbedingt den Kopf für einen Jobwechsel bei schönem Sonnenschein und bestem Wetter – Corona war zu diesem Zeitpunkt für viele, denke ich, gefühlt sehr weit weg (zumindest weiter weg als aktuell). Daher hat vor allem Sarah die Zeit genutzt und sich in einer mehrmonatigen Zertifizierung mit Abschlussprüfung als Partnerin von Profilingvalues ausbilden lassen. Wir haben damit unsere Karriereberatung noch einmal weiter professionalisiert und auf eine solide wissenschaftliche Basis gestellt.

Tatsächlich haben wir nach der Sommerzeit auch erlebt, dass erste Unternehmen massiv von Corona getroffen wurden und zwar so hart, dass die Insolvenz angemeldet wurde. Das war heftig, dieses mit zu erleben und natürlich auch zu hoffen, nicht so heftig betroffen zu sein.

Die Kajüte füllt sich

Wir haben statt zu lamentieren die Akquise erhöht, uns intern weitergebildet sowie in unser erstes Teammitglied Jannik investiert. Der Zuwachs an Manpower hat uns definitiv noch einmal Auftrieb in dieser mit viel Unsicherheit behafteten Zeit verschafft. Intern mussten und wollten wir unsere Prozesse optimieren – und überhaupt erst definieren – und tatsächlich kamen so zwei neue Bereiche hinzu: Das Projekt #Frau_IT ist nicht zuletzt durch Janniks soziologische Ausrichtung gewachsen und sein großes Engagement, was die Interviews mit knapp 30 Frauen aus OWLs IT-Sektor angeht. Und der andere Bereich ist, dass wir uns noch einmal mit unserer Corporate Identity befasst haben – und wir festgestellt haben, dass wir uns sehr weit entfernt haben vom klassischen Recruiting einer Personalberatung. Kurzum: Wir verstehen uns nun selbst als HR Tech Start-Up.

Denn wir suchen und arbeiten ganz anders: es geht nicht um das Befüllen einer riesigen Datenbank, sondern um ein just-in-time-Recruiting. Wir verwenden Videos zur BewerberInnen-Ansprache, aber wir betten diese und andere Creatives in ganz eigene Job Branding Kampagnen ein und nutzen hierfür die neuesten Performance Marketing Tools und bisher war das Feedback, dass wir einen Nerv der Zeit bei HR getroffen haben. Ja, es geht bei uns wahnsinnig viel ums Storytelling, aber dies ist alles andere als oberflächlich – unsere Vision ist weiterhin ganz klar, der bestpassende Match zwischen Mensch und Job. Und auch die regionale Verortung in OWL ist geblieben – beides hatten wir übrigens bereits in unserer Canvas aufgeführt.

Unser Selbstbild am Ende von 2020: Wir haben uns zu einem HR Tech Start-Up entwickelt

Und mit dieser Erkenntnis, viel Plänen für 2021 im Gepäck – über die wir als nächsten Beitrag bloggen – und während einer bisher noch unveröffentlichten Podcast Episode haben wir mit einer geschenkten Flasche Champagner Abschied von unserem ersten Gründungsjahr genommen, das anders als erwartet lief, aber trotzdem – oder gerade wegen Corona – zu sehr vielen Learnings und Erfolgen auf vielen Ebenen geführt hat.

Mit Champagner und während einer Podcast Aufnahme haben wir unser erstes Gründungsjahr ausklingen lassen

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